Höhere Kosten für Millionen von Bürgern: Dafür sollen Mieter bald zahlen

Die Inflation ist hierzulande im vergangenen Monat kaum zurückgegangen, und jetzt droht ein neuer Schock: Eine neue Pflicht könnte bedeuten, dass Millionen von Bürgern bald tiefer in die Tasche greifen und mehr Geld zahlen müssen.

Die Inflation ist nach wie vor schmerzhaft hoch: Die Lebenshaltungskosten in Deutschland werden einfach nicht billiger. Die Nachricht, dass es bald zusätzliche Kosten geben wird, für die Geld gefunden werden muss, ist daher für niemanden eine willkommene. Auch wenn die Absichten dahinter die besten sind.

TÜV für Gebäude
Die Rede ist von den neuen Plänen des Deutschen Instituts für Normung (DIN), einen TÜV für Gebäude einzuführen. Die Zahl der häuslichen Unfälle habe sich in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht, argumentiert das DIN: Es muss dringend etwas getan werden!

Der Vorschlag des DIN liegt in Form eines 40-seitigen Dokuments vor, in dem detailliert beschrieben wird, welche Prüfungen an Gebäuden, die vermietet werden, durchgeführt werden müssen, um die Verkehrssicherheit für alle zu gewährleisten. Insgesamt sind 250 Punkte zu kontrollieren, die alle Aspekte der Gebäudesicherheit abdecken, wie z.B.:

Konstruktion und Standsicherheit
Feuerschutz
Absturz- und Sturzsicherung
Heizungsanlagen, Tanks
Gasbehälter
Abgasführung
Druckbehälter
Elektroanlagen

Diese Kontrollen sollen jedes Jahr durchgeführt werden und Sicherheitsmängel aufdecken, bevor ein Unfall passiert.

Experten warnen vor Bürokratie & Kosten
Das ist zwar eine sehr lobenswerte Absicht, aber Experten sind besorgt, dass dabei ein „Bürokratiemonster“ geschaffen werden könnte. Die Kontrollen müssten dokumentiert werden, und die meisten würden von Fachleuten durchgeführt werden müssen. Und nicht nur das: Vermieter könnten die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten auf ihre Mieter umlegen. Diese könnten sich auf mehrere hundert Euro pro Jahr belaufen. Bei Einfamilienhäusern könnten sogar tausend Euro und mehr pro Jahr fällig werden, warnt der Eigentümerverband Haus&Grund in der BILD.

Das „Verfahren zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Gebäuden“ des DIN ist vorerst nur ein Vorschlag. Wie Haus&Grund-Präsident Kai Warnecke betont, sollten Eigentümer ihre Gebäude ohnehin bereits prüfen und sichern. In Anbetracht der Zunahme von Unfällen in Wohngebäuden könnte man jedoch argumentieren, dass bessere Kontrollen notwendig sind – aber es müssen Wege gefunden werden, die nicht zu solch hohen Kosten für die Mieterinnen und Mieter führen.

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  • Was heißt denn, dass sich die Hausunfälle verdreifacht haben? Von Null auf drei oder von drei auf neun? Wäre beides in absoluten Zahlen unerheblich und würde einen solchen Aufwand nicht rechtfertigen

  • Einerseits heisst es und das schon seit Jahren, dass die Bürokratie reduziert werden muss. Mit dem Vorschlag Kontrollen durchführen zu lassen, entsteht ein neues Bürokftaiemonster. Alles muss dokumentiert werden.
    Dann gilt es zu überprüfen, was die Ursachen der Hausunfälle sind. Gasanlagen müssen ohnehin. jährlich überprüft werden, was allerdings von den Wenigsten gemacht wird. Die meisten Hausunfälle passiweerewn doch durch Unachtsamkeit. Stolpern, Surtz von Leitern usw.
    Sicher wieder eine willkommene Einnahmequelle für die Kontrolleure..Die kosten werden dann auf die Mieter rumgelegt und Wohnen wird weiter noch teuerer. Wir müssen endlich herunter von den Kosten, sonst wird Wohnen bald unbezahlbar für Viele.

  • Hinweis an Hans: Wenn man Null verdreifacht, bleibt's bei Null.

  • Von den genannten Überprüfungen werden schon regelmässig die Abgaswerte von Verbrennungsanlagen durch autorisierte Fachbetriebe (Z.B Bezirksschornsteinfeger) mit Zertifiziert.Ist bloss Schade das hier immer wieder die Hinweiser sich profilieren wollen!

  • Hallo KI.-J.H!
    Das was Du geschrieben hast ist für mich der Witz des Tages. Danke für diesem Hinweis freu und lach!

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Kai Degner